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  • Stolpersteine
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Hirsch, Alfred (Fredy)

Seit dem 16. Januar 2008 liegt in der Richardstraße 7 ein Stolperstein. Er erinnert an Fredy Hirsch:
 
 
HIER WOHNTE
FREDY HIRSCH
JG. 1916
DEPORTIERT 6.9.1943
AUSCHWITZ
FLUCHT IN DEN TOD
8.3.1944
 
 
 
 
 
Alfred Hirsch, genannt Fredy, wurde 1916 als Sohn einer jüdischen Familie in Aachen geboren. 1935 flüchtete er über Düsseldorf und Frankfurt in die Tschechoslowakei. Er lebte zunächst in Brünn, später in Prag.  Er engagierte sich dort, wie früher bereits in Aachen, in der jüdischen Pfadfinderorganisation und im Turnverein, den er bald leitete. Nach der Besetzung Tschechiens durch die Deutschen 1938 begannen auch dort Repressionen und Verfolgungsmaßnahmen gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Fredy Hirsch setzte sich zunehmend mit der zionistischen Bewegung auseinander, die die Ausreise nach Palästina vorbereitete. Er leitete zudem das Referat für Körperkultur in der Selbstorganisation der Jüdischen Gemeinde Prag. Im Dezember 1941 wurde er nach Theresienstadt gebracht. Dort war er als Mitglied des Ältestenrates verantwortlich für die Organisation des Erziehungswesens. Fredy Hirsch wurde im September 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er sich weiter in der Jugendarbeit engagierte und als Lehrer wirkte. 1944 wurde er dort ermordet.
 
Weitere biographische Angaben zu Alfred Hirsch finden Sie im Gedenkbuch 2008 sowie hier: