
- Einführung - Der Weg der Wege gegen das Vergessen
Die „Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus in Aachen“ umfassen mittlerweile 214 Seiten und sind zum Preis von 23,50 € (einschließlich der 1. Ergänzungslieferung) bei der Volkshochschule Aachen erhältlich.
Die etwa 2 ½stündige Busfahrt geht kreuz und quer durch Aachen, vorbei an Orten, die für die Menschen der Stadt in der Nazizeit eine besondere Bedeutung hatten: das ehemalige Gestapo-Hauptquartier, die Gräber sowjetischer Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, der Platz der ehemaligen Synagoge.
Anhand dieser Punkte wird ersichtlich, wie das alltägliche Leben im Aachen der Nazizeit aussah, wie es den Juden in unserer Stadt erging, wie Widerstand gegen die Nazis geleistet wurde, welche Spuren der Krieg hinterlassen hat. Auch ein kurzer Besuch auf dem jüdischen Friedhof steht auf dem Programm dieser nachdenklich machenden Stadtrundfahrt.
3 Ustd. • 10,- € /k.E., für Jugendliche im Rahmen der verfügbaren Plätze frei
Treff punkt: Bushaltestelle Sandkaulstraße
Voranmeldung erforderlich!
Auf Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region NRW Süd-West und der Volkshochschule Aachen führt der Kölner Kabarettist Robert Griess durch diesen Abend des politischen Kabaretts. Mit von der Partie sind Heinrich Pachl, HG Butzko und Ape & Feuerstein.
Dienstag, 22. Mai 2012, 19.30 Uhr
Klangbrücke, Kurhausstr. 1,
Karten gibt es im Vorverkauf bei der VHS, Peterstr. 21-25. und beim DGB,
Dennewartstr. 17. Preis: 24,- €
Musik, Kleidung, Codes und Zeichen spielen eine wichtige Rolle in der rechtsextremen (Jugend-)Szene. Mit bestimmten Kleidungsstücken kann man Haltung und Einstellung demonstrieren. Rechtsextreme Musik zeigt sich heute vor allem im modernen und Jugendliche ansprechenden Gewande. Sie umfasst verschiedene Stilrichtungen und vermittelt rechtsextremes Gedankengut auf vielfältige Weise.
Welche „Dresscodes“ und Kennzeichen hat die rechtsextreme Jugendszene? Welche Musik wird konsumiert?
Um diese und andere Fragen geht es an diesem Abend. Videofilme und andere Materialien machen die Sache anschaulich. Dieser Abend bietet allen (auch Eltern und Lehrer/innen) Informationen und einen Einblick in eine vielen unbekannte Szene.
Mittwoch, 23. Mai 2012, 19 Uhr
VHS, Peterstraße 21-25, Raum 214 · Kein Entgelt
Der Raum Aachen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Schwerpunkt der Aktivitäten neonazistischer Gruppen und der NPD in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Die 2001 gegründete „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) ist eine der aktivsten „freien Kameradschaften“ im Bundesland. Die überwiegend jugendlichen Anhänger und Aktivisten der Gruppe leben in Aachen, aber auch in der angrenzenden Region Aachen und benachbarten Kreisen. Die Organisation ist mit anderen neonazistischen Gruppen vernetzt und kooperiert teilweise eng mit der NPD. Aufgrund der geographische Lage unterhält die KAL enge Kontakte zu rechtsextremen Organisationen in Belgien und den Niederlanden.
Über die etablierten NPD-Strukturen im Aachener Umland werden auch die rechtsextremen Aktivitäten in der Stadt Aachen unterstützt, wo die Neonazis im Stadtgebiet den von ihnen postulierten „Kampf um die Straße“ verfolgen. In diesem Kontext fanden zwischen November 2008 und September 2010 in Aachen vier rechtsextreme Aufzüge statt, die von örtlichen Aktivisten in Kooperation mit Neonazi-Gruppen aus dem Aachener Umland organisiert wurden. Das Ansinnen, im vorparlamentarischen Raum Einfluss zu gewinnen, äußert sich auch in einer starken Zunahme von Propagandadelikten, etwa in Form von rechten Schmierereien, im Stadtgebiet. Zudem sind Rechtsextreme dazu übergegangen, tatsächliche und vermeintliche politische Gegner gezielt anzugreifen. Mutmaßliche Neonazis haben wiederholt die Büros demokratischer Parteien und die Wohnungen engagierter Bürger beschädigt und versucht, Besucher eines alternativen Kulturzentrums zu attackieren. Eine neue „Qualität“ dieser Aktivitäten wurde im Herbst 2010 bekannt, als zwei Aachener Neonazis verhaftet wurden, denen die Vorbereitung von Sprengstoffverbrechen gegen Polizeibeamte und politische Gegner zur Last gelegt wird.
Der Referent arbeitet im Projekt Toleranz fördern – Kompetenz stärken, das einen Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entwickelt hat.
Mittwoch, 13. Juni 2012, 19 Uhr
VHS, Peterstraße 21-25, Raum 214 • Kein Entgelt
Die Dokumentation beschreibt mit Hilfe von Aufnahmen aus deutschen, amerikanischen, englischen und kanadischen Archiven die Kriegsjahre 1944 und 1945 und die Zerstörungen in der traditionsreichen Stadt Aachen. Das Inferno des Bombenkrieges, der Verlauf der Kämpfe, das Leben der Bevölkerung in Kellern, Bunkern und anderen Behausungen und die Evakuierung stehen als Beispiele für den Widersinn des Krieges. Am 21. Oktober 1944 ergaben sich die deutschen Streitkräfte der 1. US-Division. Die Stadt war sinnlos zerstört worden. Als die Schlacht beendet war, lebten noch 6 000 Aachener in ihrer Stadt, darunter Bischof van der Velden. Auf seinen Vorschlag ernannten die Amerikaner den Rechtsanwalt Dr. Franz Oppenhoff zum ersten Oberbürgermeister der Stadt nach rund 12 Jahren NS-Diktatur. Er wurde am 25. März 1945 von einem deutschen Kommandotrupp, der am Stadtrand mit Fallschirmen abgesprungen war, heimtückisch ermordet.
Mittwoch, 18. Juli 2012, 17 Uhr
VHS, Peterstraße 21-25, Forum • Entgelt: 4,- €
Die Konejung-Stiftung hat im letzten Jahr Filmmaterial veröffentlicht, das während der Kämpfe 1944/45 im Raum Aachen von US-Truppen aufgenommen wurden. Aus Gründen der Dokumentation wurde dieses Material weder vertont, noch geschnitten und ermöglicht so einen Einblick in die Arbeitsweise amerikanischer Kameramänner. Viele der Motive können noch heute verortet werden. Ein Audiokommentar gibt weitere Hintergrundinformationen zur Entstehung und zum historischen Kontext der Aufnahmen.
Daraus zeigen wir an diesem Nachmittag den Film "Westwall - Aachen - Hürtgenwald, 1944" mit Aufnahmen des US Signal Corps.
Mittwoch, 1. August 2012, 17 Uhr
VHS, Peterstraße 21-25, Forum • Entgelt: 4,- €